Herz Yin Yang

Zivilisationskrankheiten

Zitat aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes:

Herzinfarkt„Unter Zivilisationskrankheiten versteht man die zusammenfassende Bezeichnung für funktionelle und organische Gesundheitsstörungen und Krankheitszustände, bei denen materielle wie ideelle Einflüsse der Zivilisation auf den Menschen von auslösender, begünstigender oder auch ursächlicher Bedeutung sind; die Skala dieser Einflüsse ist außerordentlich weit und reicht von den einfachsten Lebensbedingungen der Wohnung, Kleidung, Ernährung, Hygiene, Beleuchtung über die Arbeits- und Lebensgewohnheiten bis zu den Gegebenheiten des Zusammenlebens der Menschen und den nachteiligen Seiten der Technisierung wie unphysiologisch einseitige Belastung, ungenügende Abhärtung, Lärmeinfluss, Luftverunreinigung, Genussmittelmissbrauch, abnorme Betriebsamkeit des modernen Erwerbslebens, Unsicherheit, Existenzangst.

Zu den Zivilisationskrankheiten gehören u.a. Verdauungs- und Stoffwechselstörungen, Verfall des Gebisses (Karies), zahlreiche Erkältungskrankheiten, Neurosen und Kreislaufstörungen.“
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Dies ist der offizielle Begrüßungstext auf der Seite des Bundes für Gesundheitsberichterstattuung zum Thema Zivilisationskrankheiten.

Nebenbei:

Warum ausgerechnet DIESE sehr interessante und objektive Informationsplattform Gesundheitsberichterstattung heisst, das ist mir ein Rätsel. Hier geht ausschließlich um Krankheiten und deren statistische Auswertung.

In der Definition vieler anderer Organisationen werden die Zivilisationskrankheiten bzw. deren Auswirkungen weitaus deutlicher benannt:

  • Diabetes mellitus Typ 2,
  • Gicht
  • Neurodermitis
  • Herz-und Gefäßkrankheiten
  • Adipositas
  • bestimmte Krebsarten wie Lungen- und Darmkrebs

Einen guten Überblick und weiterführende Links bietet hier, die nicht immer neutral aufgestellte Information von Wikipedia:

Theoretische Positionen zu Gesundheit und Alter

zitiert aus der Gesundheitsberichterstattung des Bundes

„Die Grundlagen für ein gesundes Altern werden früh im Lebensverlauf gelegt, dennoch kann jeder einzelne in allen Phasen des Lebens zu seiner Gesunderhaltung beitragen. Körperliche Aktivität, ausgewogene Ernährung und weitgehender Verzicht auf Nikotin und Alkohol spielen dabei eine entscheidende Rolle. Der Erhalt guter Gesundheit im Alter hat darüber hinaus Konsequenzen für die individuellen und gesellschaftlichen Ausgaben:

Eine bessere Gesundheit älter werdender Menschen könnte auch eine geringere Inanspruchnahme von ( kostenträchtigen ) Krankenbehandlungen mit sich bringen. Für Deutschland, das im Vergleich zu anderen Ländern nicht nur viel Geld für Gesundheit aufbringt, sondern auch von der demografischen Alterung besonders betroffen ist, sollte die Gesundheit im Alter daher ein Schwerpunktthema werden.

Welche Bedingungen ermöglichen aber nun ein Älterwerden in guter Gesundheit?

Welche Rolle spielen gesundheitliche, medizinische und pflegerische Angebote für die Gesundheit älterwerdender und alter Menschen?

Wird die Gesundheit immer teurer, wenn die Gesellschaft immer älter wird?

Verstärkt sich die Bedeutung sozialer Ungleichheit für die Gesundheit im Alter- oder schwächt sich ihre Bedeutung ab?“

Dies sind Fragen mit denen sich die Publikation des Bundes zur Gesundheitsberichterstattung „Gesundheit und Krankheit im Alter“ unter Mitwirkung des Robert Koch Institutes, des Deutschen Zentrums für Altersfragen und des Statistischen Bundesamtes beschäftigt.

Kostenlos als Download (hier klicken):

oder kostenlos als Buch zu bestellen (hier klicken):

In jedem Fall lohnt sich die Lektüre als Anhaltspunkt, wie sich – SOLLTE SICH IN UNS; MIT UNS UND AUS UNS HERAUS NICHTS ÄNDERN – unsere Gesellschaft in den nächsten 30 Jahren entwickeln kann und wird.

Ein Fazit möchte ich hier noch zitieren aus dem Kapitel Arzneimittelverbrauch im Alter, Kap.3.3.6:

„Nahezu alle epidemiologisch wichtigen Erkrankungen im Alter weisen präventive Potentiale auf. Die Verhütung weit verbreiteter chronischer Beeinträchtigungen, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf Erkrankungen, Diabetes, Atemwegserkrankungen und Osteoporose, aber auch die Eindämmung infektiöser Erkrankungen und die Verhinderung von Stürzen sind Ansatzpunkte für die Prävention im Alter……

Die Vielzahl von Ansätzen und Handlungsfeldern, die für Gesundheitsförderung und Krankheitsverhütung bei älteren Menschen bestehen, werden bislang in der Öffentlichkeit, in den ärztlichen und pflegerischen Berufen wie auch in der Politik unterschätzt…. In Deutschland liegen präventive und gesundheitsförderliche Angebote für Senioren nur vereinzelt vor.“

Ich folgere daraus :

Gesundheit kann nur aus uns selbst heraus verordnet werden: Kein Gesetz, kein Paragraf, keine Lobby kann uns vorschreiben, was wir zu tun und oder zu lassen haben.

Wir dürfen und müssen die Verantwortung für unser gesundheitliches Handeln selbst in die Hände nehmen.

Gesellschaftlich wird die Antwort für mangelnde Prävention heißen:

Vieles medizinisch machbare wird unrealisierbar, weil unbezahlbar.

Meine/unsere (erste) Antwort mit den Worten Voltaires:

„Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein“

Wie viele kleine (und große)Inseln, wie viele kleine (und große) Projekte, wie viele kleine (und große) Ideen, wie viele kleine (und große) Organisationen, wie viele kleine (und große) Firmen, wie viele bescheidene (und großartige) Menschen in unserer kranken Zivilisation auf dem Weg einer individuellen (und gesellschaftlichen) Gesundung sind, davon mehr in den nächsten Wochen und Monaten.